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Wilkommen bei VBE Fokus

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

die ersten heißen Tage des Jahres geben uns schon einen Vorgeschmack auf den Sommer, doch noch ist das Schuljahr nicht vorbei. Das „freut“ vor allem eine Gruppe an Lehrkräften: diejenigen, die befristet angestellt und in manchen Bundesländern über die Sommerferien entlassen werden. In Zeiten von Lehrkräftemangel ist das eine an Frechheit kaum zu übertreffende Art der betreffenden Kultusministerien, den Lehrkräften ihre Wertschätzung zu verweigern. Laut dem Präsidenten der Kultusministerkonferenz Lorz wurden zwar Maßnahmen ergriffen, dies einzudämmen, aber gerade Baden-Württemberg und Bayern halten weiter daran fest. Rheinland-Pfalz sei hier lobend erwähnt, denn endlich wurde den Forderungen des dortigen Landesverbandes nachgegeben, so dass in diesem Jahr erstmalig alle Vertretungskräfte auch in den Sommerferien bezahlt werden.

Eine Änderung des „haben wir schon immer so gemacht“ ist also möglich. Dann gibt es also auch noch Hoffnung, dass die Berliner Senatsverwaltung einlenkt. Berlin ist nämlich mittlerweile das einzige Bundesland, dass nicht verbeamtet oder zumindest Schritte dorthin in Aussicht stellt. Auch hier: In Zeiten des Lehrkräftemangels, in Zeiten von Sonderzulagen, wenn eine Lehrkraft in Schulen in besonders schwierigen Lagen unterrichtet, und wenn das umgebende Nachbarland verbeamtet, ist es fahrlässig, dies nicht auch zu tun.

Der VBE steht dafür ein, dass in allen Bundesländern verbeamtet wird, dass keine Lehrkraft über die Sommerferien entlassen wird und dass wir beste Bedingungen an allen Schulen bekommen. In diesem Sinne kämpfen die VBE Landesverbände und der VBE Bundesverband– nun aber erst einmal viel Spaß bei der Lektüre!

Ihr Udo Beckmann
Bundesvorsitzender des Verbandes Bildung und Erziehung

Neues aus dem VBE Bundesverband

Berlin, 06. Mai 2019    

Neue Studie zeigt: Digitalisierung kommt nur im Schneckentempo voran

Im Bundestagswahlkampf war die Digitalisierung eines der großen Themen, gerne auch in Kombination mit Bildungspolitik. Angekündigt wurde deshalb die Umsetzung des Digitalpakts Schule. Dieser ist nach zähen Verhandlungen im März 2019 in Kraft getreten. Die neueste forsa-Umfrage im Auftrag des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE) beweist, dass die Investitionen dringend notwendig sind. Denn: Nur jede dritte Schulleitung sagt, dass es in allen Klassen- und Fachräumen Zugang zum schnellen Internet und WLAN gibt. Und ebenfalls nur jede dritte Schulleitung gibt an, dass es mindestens einen Klassensatz an digitalen Endgeräten für die Schülerinnen und Schüler gibt. Die Zahlen sind im Vergleich zu 2014 deutlich besser geworden, zeigen aber auch: Wenn sich die Digitalisierung an Schulen in der gleichen Geschwindigkeit vollzieht wie in den letzten 5 Jahren, werden wir erst 2034 erreicht haben, dass es an allen Schulen einzelne Klassensätze an digitalen Endgeräten gibt. Dazu kommentierte Udo Beckmann, Bundesvorsitzender des VBE, bei der telefonischen Pressekonferenz am 06. Mai 2019: „Um den an Schule gestellten Ansprüchen gerecht zu werden, braucht es endlich mehr als Sonntagsreden und einzelne Leuchtturmprojekte. Was in der Breite funktionieren soll, muss auch in der Bandbreite der Möglichkeiten der Schulen gefördert werden. Neben den Geldern des Bundes für den Digitalpakt braucht es dafür kräftige Investitionen der Länder und Kommunen.“

Weitere Kernergebnisse der am 06. Mai 2019 vorgestellten Studie:

  • Bring your own device: An kaum einer Grundschule, jedem zweiten Gymnasium und jeder dritten anderen Sekundarschulform werden die Geräte der Schülerinnen und Schüler für den Unterricht genutzt. Allerdings sagen 70 Prozent der Schulleitungen, dass einzelne Kinder kein Gerät besitzen, 63 Prozent weisen auf die zu hohe Anforderung für Lehrkräfte hin, auf unterschiedlichen Geräten unterschiedliche Systeme zu erklären. Und die Hälfte der Schulleitungen sagt, dass die Gefahr des Mobbings steige.
  • Wartung der IT-Infrastruktur: Zwei von drei Schulleitungen geben an, dass sich einzelne Lehrkräfte um die Sicherheit, Stabilität und Aktualisierung der IT-Ausstattung kümmern. Das ist im Vergleich zu 2014 ein Rückgang um 10 Prozentpunkte. Gleichzeitig steigt die Wahrnehmung dieser Aufgaben durch IT-Fachpersonal allmählich. Gab es das 2014 nicht einmal an der Hälfte der Schulen, geben dies jetzt 59 Prozent der Schulleitungen an.
  • Fort- und Weiterbildung der Lehrkräfte: 72 Prozent der Lehrkräfte bilden sich privat fort, 65 Prozent konnten an Fort- und Weiterbildungen teilnehmen und 58 Prozent haben sich mithilfe von anderen Lehrkräften die notwendigen Kenntnisse angeeignet.
  • Ausstattung der Lehrkräfte: An einem Drittel der Schule gibt es für keine Lehrkräfte, an knapp der Hälfte für nicht alle und nur an einem Fünftel der Schulen für alle Lehrkräfte dienstliche Computer. Und nur an der Hälfte der Schulen haben alle Lehrkräfte eine dienstliche E-Mail-Adresse.

Forderung des Verbandes Bildung und Erziehung ist deshalb, ausreichend – und damit weit über die Bundesinvestitionen hinaus – zu investieren. So kann die dringend benötigte Infrastruktur bereitgestellt und können die Lehrkräfte angemessen ausgestattet und durch IT-Fachpersonal entlastet werden. Außerdem muss es Anspruch der Kultusministerien sein, dass alle Lehrkräfte innerhalb ihrer Dienstzeit an von staatlicher Seite angebotenen und bezahlten, qualitativ hochwertigen und stetig evaluierten sowie entsprechend optimierten Fortbildungen teilnehmen können.

Informationen zu der Digitalisierungsumfrage finden Sie hier.

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Berlin, 23. Mai 2019    

70 Jahre Grundgesetz – Werte- und Demokratieerziehung sind essenziell

„Vielleicht waren Bedeutung und Aktualität des Grundgesetzes selten größer als heute“, betonte Udo Beckmann, Bundesvorsitzender des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE), anlässlich der Unterzeichnung der deutschen Verfassung vor 70 Jahren. „Es braucht Schule als die zentrale Institution, die allen in Deutschland lebenden Kindern und Jugendlichen das Erleben und Entwickeln einer Werteorientierung auf Basis dieser freiheitlich-demokratischen Grundordnung ermöglicht“, so Beckmann. Positiv ist, dass die Bedeutung der freiheitlich-demokratischen Grundwerte in unserem Land für Eltern als auch für Lehrkräfte nach wie vor von enormer Bedeutung sind, wie die vom VBE beauftragte forsa-Umfrage zum Thema Werteerziehung zeigt. Gleichwohl werden Schulen viel zu oft die für eine adäquate Umsetzung notwendigen Gelingensbedingungen verweigert – auch das ist ein Ergebnis der Studie. Um dies zu verändern, hat der VBE hat im November 2018 eine Position beschlossen, in der klare Forderungen zur Stärkung der Werte- und Demokratieerziehung an Schule formuliert.

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Berlin, 03. Juni 2019    

„Wir brauchen einen sensiblen Umgang mit Integration – Verbote sind der falsche Weg!“

Kurz vor Ende des islamischen Fastenmonats Ramadan am 4. Juni 2019 forderte die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Anette Widmann-Mauz, die Prüfung eines Kopftuch-Verbots an Grundschulen – ein solches hatte das österreichische Parlament Mitte Mai beschlossen.

Der Bundesvorsitzende des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE), Udo Beckmann, warnte als Reaktion darauf vor populistischen Schnellschüssen und fordert mehr Sensibilität bei der Integration: „Schulen haben die Aufgabe, zum Respekt vor dem Anderssein zu erziehen. Schülerinnen und Schüler dürfen nicht diskriminiert werden, weil sie den Ramadan einhalten möchten – und auch das Tragen oder Nichttragen von Kopftüchern darf ebenso wenig zur Ausgrenzung führen. Wir akzeptieren die Ausübung religiöser Pflichten – jedoch gibt es Einschränkungen: Um das körperliche Wohlbefinden sicherzustellen, sollten Grundschulkinder nicht fasten und Jugendliche unter dem Augenmerk der Aufsichts- und Fürsorgepflicht der Lehrkräfte bspw. vom Sportunterricht befreit werden dürfen. Unabdingbar ist auch, dass noch nicht religionsmündige Schülerinnen nicht zum Tragen eines Kopftuches gezwungen werden dürfen.“ Beckmann betont, dass es Aufgabe der Politik sei, das Gelingen von Integrationsprojekten zu ermöglichen. Hierzu zähle insbesondere die flächendeckende Einführung des staatlichen Islamunterrichtes.

Der Bundesvorstand des VBE hatte im März 2018 eine entsprechende Position verabschiedet. Ziel eines staatlichen Angebots sei es demnach, ein fundiertes, moderates Sachverständnis aufzubauen – ganz im Sinne der freiheitlichdemokratischen Grundordnung. Die Position finden Sie hier.

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Hanoi im April 2019    

VBE Seniorenvertretung goes east – auf Studienreise in Vietnam

Besonders beeindruckend waren die Herzlichkeit und Gastfreundschaft der vietnamesischen Lehrerschaft, so beschreibt es Max Schindlbeck, Bundessprecher der VBE Seniorenvertretung, stellvertretend für die Delegation mit Teilnehmenden aus allen VBE-Landesverbänden, welche die Vietnam International School in Hanoi besuchen konnte. Obgleich nur für die ersten fünf Jahrgangsstufen in Vietnam eine Schulpflicht
besteht, versuchen fast alle Schülerinnen und Schüler ihre Schulzeit mit der zwölften Klasse, vergleichbar dem deutschen Abitur, abzuschließen. Einen ausführlicheren Bericht über die Reise in das kommunistische Land, dessen fünf Erziehungsziele Fleiß, Sparsamkeit, Ehrlichkeit, Gerechtigkeit und Vaterlandsliebe sind, lesen Sie hier.

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Düsseldorf, 19.- 21. März 2020    

Jetzt mit dem VBE-Frühbucherpreis 220 Euro sparen!

Mit über 100 Vorträgen und Workshops von 120 Referentinnen und Referenten bietet der Deutsche Schulleiterkongress ein optimales Forum für die persönliche und berufliche Weiterentwicklung für Schulleitungen
und weitere Fach- und Führungskräfte. Sichern Sie sich deshalb jetzt mit einem exklusiven Bonus für VBE-Mitglieder den Frühbucherpreis von 279 Euro, statt 499 Euro. Bis zum 31. August 2019 sparen Sie bei der Anmeldung 220 Euro!

Weitere Informationen zum Deutschen Schulleiterkongress sowie den Link zur Anmeldung finden Sie auf der Seite des VBE hier.

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Terminhinweis

Augsburg, Berlin - Juni und September 2019    

DKLK 2019

„Leiten. Stärken. Motivieren."

Der Verband Bildung und Erziehung kooperiert mit Wolters Kluwer Deutschland und ist Partner bei der Ausrichtung des Deutschen Kitaleitungskongresses. Dieser findet im Jahr 2019 nach der gelungenen Auftaktveranstaltung im März noch fünf weitere Mal in vier verschiedenen Städten statt. Mit über 3.000 Teilnehmenden jährlich ist der DKLK die größte Fachveranstaltung für Kitaleitungskräfte, Fachberatungen und Trägervertretungen in ganz Deutschland.

Mehr Informationen und Anmeldung


Aktuelle Pressedienste des VBE Bundesverbandes

Berlin, 28. Mai 2019    

Matheabitur – Eine Frage der Bildungsgerechtigkeit?!

„Dass Hamburg nun der Hälfte der Schülerinnen und Schüler anbietet, durch eine mündliche Prüfung die Note ihrer Abiturklausur anzuheben, ist begrüßenswert. Schließlich wurde übereinstimmend festgestellt, dass die Klausur ‚relativ schwer‘ (Hamburger Schulbehörde) und ‚durchaus ambitioniert‘ (Bayerns Kultusminister Piazzolo) war und auch schlechter ausgefallen ist als in den Vorjahren. Es ist aber Auswuchs eines falschen Verständnisses von Föderalismus, dass nun einzig in einem Bundesland Möglichkeiten zur Verbesserungen angeboten werden und in allen anderen Bundesländern nicht. Wenn ein gemeinsamer Aufgabenpool verwendet wird, die Prüflinge die gleichen Aufgaben erhalten und nach gleichen Kriterien bewertet werden, kann es nicht angehen, dass sie dann so ungleich behandelt werden“, kommentiert Udo Beckmann, Bundesvorsitzender des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE), die Entscheidung der Hamburger Schulbehörde.

Außerdem äußert sich der VBE Bundesvorsitzende zu der anhaltenden Debatte über die Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler im Fach Mathematik: „Wir sehen, dass die Voraussetzungen, mit denen Kinder in die Schule kommen, immer mehr abnehmen. Manche verfügen nicht mehr über die notwendigen Basisfähigkeiten, wie das Abzählen einer Menge, die Vorstellung einer gleichbleibenden Menge solange nichts hinzugefügt oder weggenommen wird, und die Erfahrung, dass zum Beispiel für jede Person am Tisch eine Gabel eingedeckt werden muss.“ Beckmann stellt fest, dass zum Einüben der Grundrechenarten mehr Zeit als noch vor zehn Jahren benötigt wird. Gleichermaßen unterstreicht er jedoch: „Grundrechenarten, das Einmaleins und das Zerlegen von Mengen sind selbstverständlich Inhalt des Lehrplans in der Grundschule und werden entsprechend eingeübt. Die hohen pädagogischen Fähigkeiten des Grundschulpersonals gewährleisten, dass trotz unterschiedlicher Voraussetzungen die mathematischen Grundlagen gelegt werden. Bei dem Übertritt insbesondere in die Sekundarstufe I muss dann hieran angeknüpft werden. Die eingesetzten Lehr- und Lernmethoden der Grundschulen müssen adaptiert werden, um die Kinder dort abzuholen, wo sie stehen, und sie individuell auf ihrem weiteren Weg des mathematischen Kompetenzerwerbs zu begleiten.“ Udo Beckmann weist daraufhin, dass für die individuelle Förderung von Kindern und Jugendlichen im gesamten Bildungssystem entsprechende Gelingensbedingungen geschaffen werden müssen: „Vom Kindergarten bis zum Abitur muss der Anspruch individuelle Förderung zu gewährleisten, einlösbar sein. Dafür braucht es ausreichend ausgebildete Lehrkräfte, die fachlich und didaktisch kompetent sind und viel Zeit für Kinder und Jugendliche in kleinen Gruppen in den Schulen haben. Die Politik ist in allen Bundesländern gefordert, dies umzusetzen.“

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